Als Räucherneuling und wenn man sich in die Rauhächte einliest, kommt man an Beifuß als einer sehr mächtigen Räucherpflanze nicht vorbei. Als Raumduft käme mir Beifuß wohl nicht in den Sinn, aber ich habe ihn aber als idealen Büro-Räucherstoff schätzen gelernt. Gerade dort, wo nicht selten persönliche Grenzen verletzt oder überschritten werden oder man sich aus Pflichtgefühl oft schwer tut, Grenzen zu setzen; wo durch viel Kundenkontakt, aber auch interne persönliche und/oder zwischenmenschliche Konflikte, Mobbing oder Energievampire eine schlechte Energie im Raum stehen bleibt, aber aufgrund von Rauchmeldern eine regelmäßige, intensive Reinigungsräucherung unmöglich ist und Weihrauch nicht jeder mag oder verträgt, ist Beifuß perfekt. Ich habe inzwischen nach hitzigeren Diskussionen, die in meinem Büro stattfinden, oft ein ganz natürliches Bedürfnis, meinen Arbeitsbereich mit einer Räuchermischung wieder zu reinigen. Mit seinem unauffällig-dezenten Duft kann man Beifuß immer einsetzen und er lässt sich auch gut kombinieren. Je nachdem, wie intensiv in der jeweiligen Situation der Duft sein darf, mische ich zu solchen Zwecken natürlich am liebsten mit weißem Salbei und/oder Rosmarin; wenn es dezenter und unauffälliger sein soll mit milden Harzen wie Dammar oder Sandrak, mit zerdrückten Wachholderbeeren oder verräuchere ihn pur. Auch wenn sich mehr Leute in der Nähe aufhalten, ist der mild-süßlich nach Heu oder Tee duftende Beifuß kein Geruch, der auffällt und damit jemanden belästigt oder stört. Ganz allgemein habe ich das Gefühl, dass sich nicht nur meine eigene Stimmung und Ausstrahlung, sondern auch die Stimmung im Büro, speziell in meiner rein weiblich besetzten Abteilung, und auch der Umgang miteinander seit ich dort räuchere, spürbar verbessert hat.